70 Jahre CDU vor Ort














 


70 Jahre CDU in Altglienicke -
Versuch einer Chronik
Gründung - Verfolgung und Anpassung im Sozialismus - Wende - Neuanfang - heute












 
 

Gründung der CDU in Berlin und der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ). Erster Vorsitzender Andreas Hermes, der nur ein halbes Jahr später wegen seiner Kritik an der Bodenreform von den Sowjets abgesetzt wurde.

Kurze Zeit später gründet sich in Treptow ein Kreisverband unter dem Vorsitz des früheren Zentrums-Politikers Dr. Alois Klöcker.
 
 
Die CDU Altglienicke hat eine weitreichende Geschichte, auch wenn es nur noch ganz wenige Mitglieder in unseren Reihen gibt, die vor der Wiedervereinigung 1990 der CDU angehörten.
Wie überall in Berlin gründeten 1945 auch hier Christen, Liberale, Soziale und Konservative eine neue Volkspartei, um nach dem Ende von Diktatur und Krieg einen Neuanfang für unser Land aktiv zu begleiten.
Anders als die Entwicklung im Westen war die CDU im Osten Berlins und Deutschlands der Verfolgung und Einflußnahme durch ein totalitäres System ausgesetzt.
Viele widersetzten sich dem SED-System, flüchteten oder erfuhren unmenschliches Leid, andere blieben, verhielten sich ruhig in der Hoffnung, auf Veränderungen oder noch etwas im Kleinen bewegen zu können. Andere traten später ein, aus vielfältigen Gründen: Ob es innere Überzeugung war, das Interesse im betrieblichem Weiterkommen einer SED-Mitgliedschaft auszuweichen, der Vorstellung, daß man als Christ hier einen Diskutierzirkel Gleichgesinnter findet, die Hoffnung vielleicht noch etwas positiv zu bewegen oder weil es als "Nische" eine Partei war, die zumindest unter gleichem Namen auch im Westen existierte.
40 Jahre Blockpartei ist ein schwer zu beleuchtendes Feld, deren Bewertung Zeitzeugen vornehmen müssen.
Wir sehen uns heute als moderne Volkspartei, die sich ihrer historischen Wurzeln der ersten Jahre bewußt ist und aus den nachfolgenden Zeiten die Konsequenz zieht, allen ideologischen Experimenten entgegen zu treten.

Die nachfolgende Chronik ist der Versuch einer Rekonstruktion von 60 Jahre CDU mit zwei historischen Brüchen, auch in der Mitgliederschaft.
Ein Versuch, weil sie fortlaufend überarbeitend und ergänzt wird, so wie uns eben neue Erkenntnisse vorliegen.

Festrede des Ortsvorsitzenden Joachim Schmidt zu "60 Jahre CDU" auf dem Neujahrsempfang der CDU Altglienicke am 19.01.2006 (hier klicken)

Historische Abfolge:

22. Juli 1945
Herbst 1945
Gründung der CDU-Ortsgruppe Altglienicke.
Die ersten Mitglieder kamen vor allem aus der katholischen Gemeinde und der Zentrumspartei.
Die Mitgliederzahl steigt rasch auf rund 50 Mitglieder an.



















20. Oktober 1946

Erste und für lange Zeit letzten freien Wahlen im Osten Berlins.
Die CDU erhält in Treptow 19,3% (SPD 40,7%, SED 31,2%, LDP 8,8%), in Altglienicke fast 22%.
Nach dieser offensichtlichen Niederlage für die SED im Ziel stärkste Partei zu werden, beginnen zunehmend Repressalien in Form von Verfolgung und Terror gegen Christdemokraten und andere "bürgerliche Kräfte".

1946/47
Der Treptower CDU-Kreisvorsitzende Dr. Alois Klöcker flüchtet aufgrund von sowjetischen Repressalien in den Westteil. Ihm folgen weitere Mitglieder.

Dezember 1947
Hermes-Nachfolger Jakob Kaiser wird als Vorsitzender der Ost-CDU durch die Sowjets abgesetzt, weil er sich weigert in den "Demokratischen Block" unter Führung der SED einzutreten.

1948
Die Mitgliederzahlen der CDU sinken auch in Altglienicke aufgrund von Austritten, Verhaftungen, Deportationen und Flucht und liegen zwischen 30 und 40.

17. Juni 1948







Gründung der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands (DBD) als neue Blockpartei auf Initiative der SED - mit dem Ziel, die CDU zu schwächen und ggf. sie bei weiterer Weigerung dem "Demokratischen Block" beizutreten zu ersetzen.


September 1948
Die Sitzungen der freigewählten Stadtverordnetenversammlung im Neuen Stadthaus Mitte werden massiv durch SED-Parteigänger gestört. Dies führt dazu, daß sich das Stadtparlament durch SPD-, CDU- und LDP-Abgeordnete im Westsektor neu konstituiert. Damit ist Berlin als politische Einheit geteilt.

Oktober 1948
Im Westteil Berlins werden von Flüchtlingen, aber auch "Grenzgängern", die weiter im Ostteil wohnen, Exil-Kreisverbände der Berliner CDU gegründet, die als "Arbeitsgemeinschaft der Ostsektor-Kreisverbände" (AGO) den Kontakt zu Parteimitgliedern im Osten halten, aber für sich das Vertretungsrecht der Ost-Kreisverbände im Westen Berlins mit eigenen Veranstaltungen aufrecht halten, während im Osten die freie, demokratische Arbeit zunehmend erschwert wird.
Damit endet auch die Existenz eines Gesamt-Berliner Landesverbandes, nachdem sich schon im April auf sowjetischem Druck ein "Arbeitskreis Groß-Berlin"  bilden mußte, der die Ostsektor-Kreisverbände umfaßte. Es entsteht der "Landesverband Groß-Berlin" (!) mit den Kreisverbänden Mitte, Friedrichshain, Lichtenberg, Pankow, Prenzlauer Berg, Weißensee, Köpenick und Treptow. 


1949
Die CDU Altglienicke verliert abermals fast 30% ihrer Mitglieder durch Austritt, Flucht und Verhaftungen. Die Führungsschicht, die Ortsgruppenvorstände in Treptow, werden überall nach und nach auf politischem Druck hin ausgewechselt durch opportunere oder sich gefürchteten Repressalien beugenden Parteimitglieder. 
Neue Mitglieder kommen hinzu mit Vorstellungen eines "christlichen Sozialismus", der den Führungsanspruch der SED nicht grundsätzlich in Frage stellt.

September 1949






Der SED-opportune Gerald Götting wird Generalsekretär der Ost-CDU. Der Kaiser-Nachfolger Otto Nuschke erklärt nach anfänglichem Zögern seine Bereitschaft im "Demokratischen Block" mitzuarbeiten. Die CDU ist damit Blockpartei.
Dies führt zum endgültigen Bruch zwischen der CDU in den westlichen Besatzungszonen und der SBZ.

7. Oktober 1949
Gründung der DDR


1950
Abermals zahlreiche Austritte, nachdem sich die Führung der Ost-CDU eindeutig zur DDR als dem "demokratischen Deutschland" bekennt.

Januar 1953
Der amtierende DDR-Außenminister und (als Vorgänger von Götting) ehemalige Generalsekretär der Ost-CDU, Georg Dertinger, wird wegen "Spionage und Verschwörung gegen die DDR" verhaftet und zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt.
Dieses führt zu neuen Ängsten.

17. Juni 1953
Der Aufstand von streikenden Arbeitern im Ostteil Berlins wird von vielen CDU-Mitgliedern an der Basis solidarisch unterstützt - auch in Altglienicke.
Die SED bezeichnet nach der Niederschlagung die "CDU als die Partei, die dem Feind im eigenen Land am stärksten zuarbeitet" und diskutiert ein Verbot der CDU.
Dazu kommt es letztlich nicht.

13. August 1961
Die Teilung Berlins wird mit dem Mauerbau endgültig manifestiert. Dieser führt in Altglienicke zu erneuten Austritten.
Die Mitgliederzahl macht kaum noch mehr als 20 aus.

1968
Nach kritischen Diskussionen zum Einmarsch von DDR-Truppen an Seite der Warschauer Pakt-Staaten in die CSSR sinkt die Mitgliederzahl deutlich unter 20, und es kommt es zur Auflösung der CDU-Ortsgruppe Altglienicke sowie zu deren Zusammenlegung mit der Ortsgruppe Adlershof.

um 1972
Die Ortsgruppenstruktur im Kreisverband Treptow wird geändert. Adlershof wird wieder eigenständig.
Eine neue Ortsgruppe der CDU Altglienicke-Bohnsdorf entsteht. Die Versammlungen finden in der Gaststätte "Zum Falken" (heute "Rhodos" am S-Bahnhof Grünau) statt.

1977
Wiedergründung einer eigenen CDU-Ortsgruppe Altglienicke. Dr. Albert Kosler wird Vorsitzender.

1985
Ulrich Bessau (1990 ausgetreten) löst Dr. Albert Kosler als langjährigen Vorsitzenden der CDU-Ortsgruppe ab

1987
Winfried Henschel wird Vorsitzender der Ortsgruppe Altglienicke

1987/88
Der wirtschaftliche Niedergang der DDR und die Veränderungen in der Sowjetunion unter Michail Gorbatschow führen auch an der Basis der Ost-CDU zu immer mehr kritischen Dikussionen. Einzelne Mitglieder stellen wie Protokolle ausweisen den Führungsanspruch der SED in Frage und verlangen von der Parteiführung der Ost-CDU unter Gerald Götting einen eigenständigeren Kurs.

Frühjahr 1989
Zunehmende Fluchtbewegung aus der DDR über Ungarn verstärken die Diskussion in der Ost-CDU über einen zu verändernden Kurs. Darunter sind auch zahlreiche Mitglieder, die die DDR verlassen.

Sommer 1989
Die CDU-Ortsgruppe Altglienicke wendet sich mit Petitionen an den Rat des Stadtbezirkes und an den Berliner Magistrat das Projekt eines überdimensionierten Neubaugebietes in Plattenbauweise in Altglienicke nicht weiterzuverfolgen, weil es den Charakter des Siedlungsgebietes zerstört.


10. September 1989
Pfarrer und Intellektuelle aus den Reihen der Ost-CDU verfassen in Thüringen den "Brief aus Weimar" an den Hauptvorstand der CDU, der an alle Bezirks- und Kreisvorstände geht. Die CDU soll einen eigenständigen Kurs wahrnehmen und das Bündnis mit der SED aufkündigen. Gerald Götting verlangt den Ausschluß der Verfasser, wozu es nicht mehr kommt.


September 1989
Der "Brief aus Weimar" wird in der CDU-Ortsgruppe Altglienicke erstmals im Kreisverband Treptow offen diskutiert und unterstützt.
Es wird eine Diskussion im Kreisverband Treptow gefordert.

11. September 1989
Gründung der Bürgerbewegung "Demokratischen Aufbruch" (DA) als Teil der oppositionellen Opposition neben dem "Neuen Forum".
Dieser nähert sich ab Dezember 1989 der CDU an.


Mitte Oktober 1989
Die CDU Treptow unter dem Kreisvorsitzenden Horst Gibtner stellt sich schließlich offen hinter dem "Brief aus Weimar".
Zeitgleich erklärt Götting, daß es "in der CDU längst eine neue Partei gebe" und "diese Entwicklung bald durch den Einmarsch sowjetischer Truppen eine Änderung erfahren".
Die CDU Altglienicke fordert mit Schreiben an den CDU-Hauptvorstand den Rücktritt von Gerald Götting.

25. Oktober 1989
Eine Analyse des CDU-Hauptvorstandes, der die Diskussionen in den Ortsgruppen zum "Brief aus Weimar" auswertet, zeigt, daß dieser DDR-weit Unterstützung findet.

2. November 1989
Rücktritt von Gerald Götting als Vorsitzender der Ost-CDU.
Monate später wird er aus der Partei ausgeschlossen.









9. November 1989

Fall der Mauer.

10. November 1989
Lothar de Maiziere aus dem Kreisverband Treptow wird kommissarischer Parteivorsitzender der Ost-CDU

11. November 1989
Es kommt im Rathaus Neukölln unter Anwesenheit des damaligen Ortsgruppenvorsitzenden Winfried Henschel zum ersten offiziellen Zusammentreffen zweier Berliner CDU-Kreisverbände über die Mauer hinweg, der CDU Treptow und der CDU Neukölln. Es wird eine weitere Zusammenarbeit vereinbart.
In weiteren Gesprächen werden Partnerschaften zwischen den Ortsverbänden in Neukölln und Treptow festgelegt.
Die CDU Altglienicke geht eine Partnerschaft mit der CDU Rudow ein. Man besucht sich gegenseitig zu Veranstaltungen. Und Rudow hilft tatkräftig mit einer Schreibmaschine (damals noch etwas besonderes), Druckerzeugnissen (unser erstes farbiges Briefpapier entstand), einem Infostand und einen Schaukasten (der leider in den Folgejahren am S-Bahnhof Altglienicke komplett zerstört wurde).


25. November 1989
Die Ost-CDU bekennt ihre Mitschuld an der "gesellschaftlichen Deformation der DDR", fordert freie Wahlen und eine Konföderation beider deutschen Staaten mit dem Ziel der Einheit.

16. Dezember 1989
Sonderparteitag der Ost-CDU im Berliner Kino "Kosmos". Lothar de Maiziere offiziell gewählt. Gastredner ist der West-Berliner Landesvorsitzende Eberhard Diepgen, der dafür vom CDU-Generalsekretär Volker Rühe kräftig Ärger bekommt, weil die Bundes-CDU noch jederlei Kontakte zur CDU der DDR ablehnt, nur mit den Bürgerbewegungen sprechen will und als Partner ohnehin die gerade gegründete "Deutsche Soziale Union" (DSU) forciert. Die West-Berliner CDU bekennt sich hingegen klar auch zur Aufnahme von Kontakten mit den veränderungswilligen Kräften in der Ost-CDU.  












1. Februar 1990

Erstes Treffen von Helmut Kohl mit Vertretern der Ost-CDU, nachdem bis dahin weiter jedigliche Kontakte von der West-CDU abgelehnt wurden.

5. Februar 1990
Gründung der Allianz für Deutschland als Wahlbündnis aus CDU, Demokratischer Aufbruch und DSU.

18. März 1990












Freie Volkskammerwahlen mit einem überraschenden Wahlsieg der CDU.
Das Mitglied der CDU Altglienicke, Dr. Albert Kosler, zieht in die Volkskammer ein.

12. April 1990
Lothar de Maiziere (CDU) wird letzter Ministerpräsident der DDR

Dem neuen Kabinett gehört das Altglienicker CDU-Mitglied Franz-Josef Glotzbach als Staatssekretär im Verkehrsministerium an. 


6. Mai 1990
Kommunalwahl in der DDR.
Die CDU bekommt in Treptow 18,1% bei der Wahl zur Stadtbezirksversammlung.
Aus Altglienicke ziehen Winfried Henschel und Lothar Weinberg für die CDU ein.
Später rückt noch Gerhard Große nach.

8. September 1990







Vereinigung des Landesverbandes der Berliner CDU

Die CDU-Ortsgruppe Altglienicke heißt nun offiziell CDU-Ortsverband und ist Teil der Gesamt-Berliner CDU.

27. August 1990
Die Ortsgruppen Altglienicke der CDU und der DBD erklären auf Bestreben der Parteiführungen in Berlin-Mitte ihre gegenseitige Bereitschaft zur Fusion (ein Monat später kommen nur noch 3 DBD-Mitglieder bei der CDU Altglienicke an, wovon zwei ihren Austritt noch Anfang 1991 erklären, der dritte 1992 - damit hat sich das Kapitel Fusion CDU/DBD auch aus Altglienicker Sicht in Luft aufgelöst)

15. September 1990
Offizieller Beitritt der Demokratischen Bauernpartei (DBD) zur Ost-CDU,
allerdings verbunden mit dem Austritt der meisten Mitglieder innerhalb kürzester Zeit.

24. September 1990
Fusion der Ost-CDU mit der DDR-Bürgerbewegung "Demokratischen Aufbruch" (DA).
1. Oktober 1990

Vereinigungsparteitag der CDU Deutschlands in Hamburg.

3. Oktober 1990
Vereinigung Deutschlands vollzogen

November 1990
Die Junge Union Treptow übernimmt das ehemalige Kreissekretariat der Demokratischen Bauernpartei (DBD) in der Besenbinderstraße in Altglienicke als Geschäftsstelle.
Monate später verlagert die CDU Altglienicke ihre Versammlungen vom "Terrassencafé Salierstraße" dorthin.

1991
Die CDU Altglienicke verliert die Hälfte ihrer Mitglieder, insbesondere durch Austritt von Vor-Wende-Mitgliedern. Neue, vor allem jüngere Leute treten in die CDU ein.
Dadurch vollzieht sich allmählich eine Veränderung der Mitgliederschaft.

März 1992
Joachim Schmidt wird 22-jährig nach Rücktritt von Winfried Henschel Ortsvorsitzender der CDU Altglienicke.
38 Mitglieder zählt der Ortsverband.
Die CDU Altglienicke bezieht ein eigenes Büro in der JU-Geschäftsstelle Besenbinderstraße 1 (heute 2).

24. Mai 1992
Bei den Wahlen zur BVV Treptow erhält die CDU nur 14,7%, in Altglienicke 16,5%.
Joachim Schmidt zieht als einziger für den Ortsverband Altglienicke in die BVV ein.

1992
Der Altglienicker Dr. Albert Kosler rückt als Beobachter für die Neuen Bundesländer in das Europa-Parlament nach (bis 1994).

Sommer 1994
Die Junge Union Treptow und damit die CDU Altglienicke müssen aus der Besenbinderstraße 1 wegen Sanierungsbedarf raus (diese läßt aber noch 10 Jahre auf sich warten) und beziehen ein neues Büro Am Falkenberg 69 (existiert bis Juli 1998). Aufgrund der kleineren räumlichen Verhältnisse verlegt man die Ortsverbandsversammlungen zunehmend in die Gaststätte Ebel.

November 1994
Eine der am besten besuchten Veranstaltungen der CDU Altglienicke mit einem von weit extra angereisten Gast.
Mehr als 80 Leute beim Besuch aus dem Freistaat Bayern in der Gaststätte Ebel: Es spricht Dr. Peter Gauweiler (CSU).

22. Oktober 1995
Bei den Wahlen zur BVV Treptow erreicht die CDU 21,9% und 11 Mandate.
Für die CDU Altglienicke ziehen Joachim Schmidt und Manuela Drescher ein.
In Altglienicke bekommt die CDU 25%.

1998
Die CDU in Treptow und Köpenick nominiert Frau Dr. Elke Hofmann zu ihrer Bundestagskandidatin, und diese entscheidet sich schließlich Mitglied der CDU Altglienicke zu werden, weil es ihr "am besten dort gefällt". Es reicht aber nicht zum Einzug ins Parlament.

Februar 1999
René Feldt wird Ortsvorsitzender der CDU Altglienicke (bis 2003).

10.Oktober 1999
Die CDU erreicht in Treptow ihr bisher bestes Wahlergebnis: 27,4% für die BVV und 10 Mandate in einer im Vorfeld der Bezirksfusion verkleinerten BVV.
Insgesamt über 30% bekommt die CDU in Altglienicke. Fritz Niedergesäß verpaßt hier im Abgeordnetenhauswahlkreis das Direktmandat um 9 Stimmen.
Für die CDU Altglienicke ziehen Joachim Schmidt und René Feldt in die BVV ein.

10. April 2000
Angela Merkel wird Parteivorsitzende - und damit eine aus den neuen Bundesländern. Zur Volkskammerwahl 1990 kandidierte sie für den Demokratischen Aufbruch in Treptow, wo sie in Adlershof arbeitete.


Mitte 2000
Die CDU Altglienicke unter www.cdu-altglienicke.de neu im Internet.
Aber nur noch 32 Mitglieder im Ortsverband.

21. Oktober 2001
Ein herber Rückschlag bei den Berliner Neuwahlen. Im fusionierten Bezirk Treptow-Köpenick nur noch 14,1% für die CDU zur BVV und 8 von 55 Mandaten. René Feldt und Joachim Schmidt ziehen für die CDU Altglienicke als Bezirksverordnete ein.
Rund 19% erhält die CDU in Altglienicke und damit eines der noch besten Ergebnisse im Bezirk.

März 2003
Joachim Schmidt wieder als Ortsvorsitzender der CDU. Die CDU Altglienicke zählt 34 Mitglieder.

  
März 2005
Joachim Schmidt bleibt Ortsvorsitzender. Michael Vogel wird neuer Stellvertreter.

Januar 2006
1. Neujahrsempfang beim Autohaus Vogel unter dem Motto 60 Jahre CDU Altglienicke. Der CDU-Ortsverband hat 48 Mitglieder.
  
September 2006:
Der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) ist im Berliner Wahlkampf zu Gast im Ortsverband.
Bei den Berliner Wahlen erzielt unser Bezirk Treptow/Köpenick ein Ergebnis von 14 % bei den Erststimmen, 12,6 % bei den Zweitstimmen und 12,7 %  für die BVV.
Unser Wahlkreis 3 (Altglienicke und Adlershof) mit der Direktkandidatin Katrin Vogel hebt sich positiv ab: 17,7 % Erststimmen, 14,9 % Zweistimmen und 15,5 % BVV.
Im Vergleich zu den Ergebnissen im Westteil der Stadt haben wir noch viel vor!

September 2006
Die Mitgliederzahl der CDU Altglienicke steigt auf 60 Mitglieder und hat damit nun mehr Mitglieder im Ortsteil als SPD, FDP und GRÜNE zusammen.
   
März 2007
Michael Vogel wird Ortsvorsitzender der CDU Altglienicke, Stellvertreterin Cornelia Flader.
Katrin Vogel wird zur Stv. Kreisvorsitzenden in Treptow/Köpenick gewählt.
 
Dezember 2007
Die Mitgliederzahl steigt auf 68. Damit ist die CDU Altglienicke der drittstärkste Ortsverband in Treptow-Köpenick.

Februar 2009
Michael Vogel wird wieder zum Ortsvorsitzenden der CDU Altglienicke gewählt. Stellvertreter wird Steffen Falk. Der Ortsverband hat mittlerweile 71 Mitglieder.
Katrin Vogel aus unserem Ortsverband wird wieder stellvertretende Kreisvorsitzende.









September 2009

Friedrich Merz zu Gast in Altglienicke. Zum Geburtstag und der 60 jährigen Mitgliedschaft in der CDU von Dr. Albert Kosler besuchte uns Friedrich Merz um diesem persönlich zu gratulieren. Die beiden kennen sich aus der gemeinsamen Zeit im Europäischen Parlament Anfang der 199er Jahre.

September 2011
Der bisher größte Erfolg für die CDU Altglienicke - wir stellen nun mit Katrin Vogel ein Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und mit Cornelia Flader, Sabine Laube und Michael Vogel gleich drei Mitglieder der neuen BVV Fraktion in Treptow-Köpenick.

März 2013
Die Ortsverbände Altglienicke und Adlershof werden gemäß Kreisverbandsbeschluss fusioniert. Neuer Vorsitzender des nun größten Ortsverbandes von Treptow-Köpenick ist Michael Vogel. Der Vorstand wird aus Mitgledern beider Ortsteile besetzt.



Diese Chronik wurde begonnen von Joachim Schmit und fortgeführt von Michael und Katrin Vogel.

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